19. April 2018

Salz in der Suppe

Für die Wahl zum Bayerischen Landtag im kommenden Herbst schicken die Freien Wähler den in Kempten beheimateten, als Fernsehrichter bekannt gewordenen Alexander Hold (TiB-Gast im Februar 2011) und Leopold Herz als Direktkandidaten ins Rennen. Beide wurden mit jeweils 100 Prozent der Stimmen für die Landtagswahl nominiert. Auf die Frage, was die Freien Wähler in München zu suchen haben, antwortete der 64-jährige Landwirt: "Wir sind das Salz in der Suppe". So berichtet es die Allgäuer Zeitung in ihrer gestrigen Mittwoch-Ausgabe.

Für Hold, der für den Stimmkreis Kempten-Oberallgäu antritt, ist es die erste Kandidatur für den Landtag. Nachdem alle 17 Berechtigten für ihn gestimmt hatten, erklärte er vor seinen Parteifreunden: "Warum ich in den Landtag will? Weil diese Show für mich unerträglich ist". Mit Show meint er das Auftreten des neuen Ministerpräsidenten Söder und dessen CSU. Söder sage, dass in den vergangenen Jahren einiges liegen geblieben sei. "Damit sagt er aber auch "Wir waren es nicht", stellte Hold fest. Dabei sei Söder seit 2007 Mitglied der bayerischen Staatsregierung. Indem er die Ministerposten größtenteils neu besetzt habe, könnten die neuen Amtsinhaber "ihre Hände in Unschuld waschen".

Außérdem kritisiert Hold, dass es im Bezug auf die Digitalisierung immer heiße "Bayern ist Spitze". Demgegenüber behauptet er: "Bayern ist überhaupt nicht spitze, Bayern ist hintendran". Und außerdem: "Ich bin es leid, dass überall angekündigt wird, was man besser machen will, und damit verschleiert, was falsch läuft".