So titelt die heutige Allgäuer Zeitung über den TiB-Gast im Oktober 2018, Andreas Martin Hofmeir, der vor zwei Tagen in Kempten einen Auftritt hatte und das Publikum im ausverkauften "Salon" im Müssigengelzunfthaus amüsierte. Rezensent Dr. Rainer Schmid attestiert dem Tubisten, der bis 2013 bei "La Brass Banda" spielte, "unglaubliche Blaskünste", die er als "Running Gag kabarettwitzig zu verbrämen" versteht. Sein in Kempten vorgeführtes aktuelles Programm trug den Titel "Kein Aufwand!"
Wie gewohnt barfüßig und sommerlich kurzhosig saß der mehrfach prämierte Kleinkünstler auf dem Podium, griffbereit seine Tuba neben sich, auf der anderen Seite sein Kompagnon André Schwager am Keybord. Der darf hin und wieder erstaunlich gekonnt in die Tasten greifen, wenn es um satt-harmonische, rhythmische Begleitung des prominenten, sich Professor nennenden Blechbläsers geht.
"Ich komm' aus der Holledau", stellte sich Hofmeir dem Publikum vor, "bekannt für Hopfen in Monokultur - die einzige Kultur, die's dort gibt". Man erfuhr von ihm natürlich auch anekdotische Schmankerln, oft skurrile Szenen aus seinem Leben. Beispielsweise wie der Geisenfelder Fußball-Trainer dem 16-Jährigen einmal zur Dorfkapelle schickte, der Dirigent aber dem Burschen ganz dringend das Fußballspielen empfahl. Wie er zum Tubist wurde, erklärte er so: "Weil man für ein anspruchsvolles Instrument einfach keinen Ehrgeiz hat".