Als Philipp Lahm im Dezember 2008 in der Seelhaushalle für den noch immer nicht geknackten Besucherrekord in der Geschichte der TiB-Gesprächsreihe sorgte, war er 25 Jahre jung und hatte den Zenit seiner fußballerischen Karriere noch vor sich. Als letzten Samstag die Partie gegen SC Freiburg (4:1), die dem FC Bayern die fünfte Deutsche Meisterschaft in Folge einbrachte, abgepfiffen wurde, war dieser Schlusspfiff zugleich der Schlusspfiff von Lahms Profi-Karriere. Der jetzt 33 Jahre alte offensive Außenverteidiger freut sich jetzt auf ein ganz normales bürgerliches Leben. Natürlich war auch Ehefrau Claudia mit Söhnchen Julian und dem noch nicht geborenen, aber bald kommenden Töchterchen im Stadion, als Papa in ganz großem Stil feierlich verabschiedet wurde.
Tief ergriffen dankte Lahm nach zwei Jahrzehnten bei seinem Herzensclub allen und jedem. Auch gestand der Mannschaftskapitän: "Die eine oder andere Träne ist schon bei mir geflossen, ganz klar". Außerdem gestand er auch: "Der WM-Sieg oder das Triple, das sind so Momente, die man sein Leben lang nicht vergisst. Und der heutige Tag gehört mit Sicherheit dazu.
Als die üblichen Weißbierduschen, wenn auch patschnass, überstanden waren, ging es zum Marienplatz auf den Balkon des Rathauses, unter dem sich Tausende Bayern-Anhänger versammelt hatten. Dort verabschiedete sich "Fipsi" endgültig, wieder mit den Tränen kämpfend. Seine letzten Worte: "Ich möchte mich bei jedem Einzelnen bedanken für die unglaubliche Unterstützung".