Der TiB mit dem als Schraubenkönig bekannten Künzelsauer Großunternehmer Reinhold Würth (79) im April 2007 bleibt deshalb in unguter Erinnerung, weil er ein Langweiler war wie seither kein zweiter. Er schien den Auftitt in der Festhalle vorrangig zur eigenen Selbstdarstellung und zur Demonstration seines Reichtums nutzen zu wollen. Und das in einer Art und Weise, die manch ein Saalgast als obszön empfunden hat.
Jetzt hat er wieder einmal in einer anderen für ihn typischen Art und Weise Schlagzeilen gemacht. Wie Süddeutsche.de taufrisch berichtet, fürchtet der Konzern-Patriarch die WM, weil er Produktivitätsverluste für die Wirtschaft vermutet. Im Gespräch mit dpa bezog er seine Furcht besonders auf jene Menschen, die am Morgen danach später mit der Arbeit anfingen. "Dies gilt besonders für Außendienstler, die kontrolliert ja niemand", sorgt sich der vom Lehrling zum Global Player aufgestiegene Industrie-Boss. Wie man weiß, wird Würth nicht müde, seine Leute immer wieder öffentlichkeitswirksam herumzuscheuchen.
Dabei hat er von Fußball offensichtlich keine Ahnung. Gefragt, wer sein Lieblingsspieler dieser WM sei, antwortete er nämlich tatsächlich: "Den Jürgen Klopp kenne ich, weil er sich die Haare hat transplantieren lassen". Auch seine Frau finde den gut, "weil er so explodieren kann".