01. März 2015

Sehr schwaches Gebilde

Die renommierte Krisenreporterin Antonia Rados (61), die April 2011 im TiB zu Gast war, ist dafür bekannt, dass sie sich auch in Kriegsgebieten an vorderste Front wagt, um aus erster Hand von den Kampfhandlungen und der Not der Opfer in Wort und Bild zu berichten. Wie LZ.de berichtet, lauschten in der Lipperlandhalle zu Lemgo 800 geladene Gäste den Analysen der Auslands-Chefreporterin von RTL. "Von Nahost bis zur Ukraine. Chaos oder Neuordnung?" hieß das brandaktuelle Thema der Referentin.

Eine Keimzeile für das Chaos sieht Rados darin, dass mit dem Verschwinden der Diktatoren auch die Sicherheitsdienste verschwunden seien. Die Art, wie der selbst sich so nennende "Islamische Staat" mit einer kleinen Führungsgruppe seinen Terror verbreitet, verglich sie mit Robbespiere vor über 200 Jahren in der französischen Revolution. Die Macht von IS basiere auf moderner Technologie.

Sie stellte jedoch auch fest: "Ich glaube, der IS ist ein sehr schwaches Gebilde". Daher räume sie der "neuen Unordnung" langfristig nur wenig Chancen ein. Bleibt sehr zu hoffen, dass sie Recht behält.