Das Gipfel-Treffen der so genannten Sahel-Allianz in Brüssel machte deutlich: Der geschäftsführende CSU-Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller (62) aus Durach bei Kempten (TiB-Gast im September 2016) will mehr Entwicklung für Stabilität und Sicherheit in der Sahel-Region. So ist es auf seiner eigenen Homepage zu lesen. Das arabische Wort sahel (deutsch: Ufer) bezeichnet jene Zone am Südrand der Wüste Sahara, der als "Hungergürtel der Erde" bekannt ist. Dort tritt bereits seit Jahrzehnten der Desertifikationsprozess, das Ausbreiten der Wüste nach Süden mit der Folge zunehmender Verwüstung bisher feuchterer Gebiete, in Erscheinung.
Müller sagte: "Greifbare Fortschritte bei der Entwicklung sind zentrale Voraussetzung für Stabilität und Sicherheit in der Sahel-Region. Die Menschen wollen konkrete Verbesserungen sehen: Sauberes Trinkwasser, eine bessere Versorgung mit Lebensmitteln oder neue Ausbildungs- plätze. Die Entwicklungspolitik leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Beispielsweise steigern wir mit wassersparenden Techniken die Nahrungsproduktion um ein Drittel und machen zehntau- sende Hektar Boden wieder fruchtbar. So entziehen wir Terrorismus und Kriminalität den Boden".
Im Juli 2017 haben Deutschland, Frankreich und die EU die Allianz gegründet. Im Sahel lebt die Hälfte der Bevölkerung von weniger als 1,25 Dollar pro Tag unter der Armutsgrenze. Gleichzeitig ist die Geburtenrate noch immer eine der höchsten der Welt. Mangelnde Versorgung mit Wasser und Nahrung sowie Kriminalität und Terrorismus führen immer wieder zu Vertreibung und Flucht.