Laut AUGSBURGER ALLGEMEINE zeigt der erneute Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im oberbayerischen Reichertshofen (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm), dass sich auch in Bayern die Asylsituation verschärft. In den ehemaligen Gasthof sollten ab September 67 Asylbewerber einziehen. Aus den Reihen der Landtagsopposition wurde der CSU "geistige Brandstiftung" vorgeworfen.
Auch die Grünen-Politikerin Claudia Roth (60), derzeit Bundestagsvizepräsidentin und im Januar 2007 im TiB zu Gast, zeigte sich erschüttert. Der bayerisch-schwäbischen Zeitung sagte sie, dass "Heimat leicht entflammbar" sei. Statt Stammtisch-Populismus forderte sie eine verantwortliche Politik. Und an die Adresse der CSU: "Die Christsozialen werden mehr und mehr zum Stichwortgeber für Brandstifter".
CSU-Innenminister Joachim Herrmann reagierte umgehend und aufgebracht: "Das ist unverschämt und absurd". Wer, wie Roth, Asyl für alle fordere, "nehme die Sorgen und Nöte unserer Bürger nicht ernst". Die Tat von Reichertshofen verurteilte er als "Barbarei".