Priska Wunden vom Arbeitskreis Asyl, die 2014 für ihr ehrenamtliches Engagement mit dem Bürgerpreis der Stadt Leutkirch ausgezeichnet wurde, war im August letzten Jahres auch einer der Leutkircher Köpfe, die letztmals mit Bernd Dassel Open Air vorm Bock über "Geschichten aus dem Gäu" getalkt haben. In der SchwäZ berichtete Herbert Beck jetzt über sie und ihren Arbeitskreis. Dieser nimmt, wie anderswo auch, einen Stimmungswandel wahr.
Wunden, die vor kurzem zum Sommerfest des Bundespräsidenten (TiB-Gast im März 2011) nach Berlin geladen war, verfolgt die aktuelle Diskussion um die Flüchtlingspolitik mit großer Sorge. Es mehren sich die kritischen Stimmen zum Einsatz der Freiwilligen. Habe sie die Stimmung in den vergangenen Jahren als "ruhig, fair und hilfsbereit" erlebt, komme es jetzt durchaus mal vor, dass "man sich für das Engagement rechtfertigen muss". Sie erklärt sich diesen Wandel mit den stark steigenden Flüchtlingszahlen, die die Bürgerinnen und Bürger verunsichern, "wie das alles zu schaffen sei".
Wunden ist auch der Meinung, dass die Asylverfahren viel zu lange dauern. Neuankömmlinge von vor einem Jahr hätten noch nicht einmal einen Anhörungstermin gehabt. Jüngst gab es für einen Betroffenen einen positiven Bescheid - aber erst nach fast drei Jahren!