13. Februar 2022

Strafanträge zurückgezogen

Der jetzt 81-jährige SAP-Mitbegründer und vielfache Milliardär Dietmar Hopp, war TiB-Jubiläumsgast der 100. Veranstaltung im Februar 2010. Als längjähriger Großmäzen der TSG achtzehnhundert99 Hoffenheim beschenkte er seinen Herzensverein mit der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena, die er sozusagen aus der Portokasse bezahlte.. Seit Jahren liegt er im Clinch mit den Fans von Borussia Dortmund, die ihn immer wieder auf das Übelste beleidigt haben. Jetzt hat er drei Strafanträge fallen gelassen. Wie SPIEGELSport schreibt, sieht darin ein Fanforscher der Universität Würzburg ein Friedenszeichen.

 

Das Amtsgericht Sinsheim hatte die BVB-Fans im Januar 2019 zu 70 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt. Weil Berufung eingelegt wurde, lag der Fall seitdem beim Landgericht in Heidelberg.

 

"Das ist ein ganz klares Zeichen für Frieden, auf Ausgleich, auf Harmonie. Zumindest was die Fälle der Angeklagten betrifft. Solche Zeichen brauchen wir im deutschen Fußball mehr denn je", sagte Fanforscher Harald Lange. "Diese Einigung sendet Signale an beide Seiten. Die stehen jetzt in der Pflicht und müssen mit diesen Signalen weiterarbeiten".

 

Der liebevoll "Vadda Hopp" genannte 81-Jährige ist in vielen Fankreisen ein Feindbild, seit er seinem Heimatclub 2008 mit seiner Finanzkraft zum Aufstieg in den Profifußball verhalf. Mit Dortmund eskalierten die Aversionen erstmals im ersten Duell, als ein Fadenkreuz-Plakat mit dem Konterfei Hopps und den Worten "Hasta la Vista, Hopp!" im Stadion zu sehen war. Zehn Jahre später war dieses beschämende Plakat in einem weiteren Aufeinandertreffen beider Clubs wieder zu sehen.