Im Red Bull Imperium, dem außer RB Leipzig (2. Bundesliga) und RB Salzburg (Bundesliga Österreich) auch noch eine Profimannschaft in New York, eine Akademie in Jarinu (Brasilien) und eine Ausbildungsmannschaft im Salzburger Stadtteil Liefering angehören, zieht Ralf Rangnick (56) die Fäden. Der Ex-Trainer von Ulm, Hoffenheim und Schalke mit Beinamen "Fußballprofessor" macht neuerdings Schlagzeilen mit ganz geschickten Transfers.
So hat beispielsweise der Zweitliga-Aufsteiger aus Leipzig für 9 Millionen Euro den U21-Nationalspieler Massimo Bruno vom RSC Anderlecht gekauft und damit für einen Rekord-Transfer gesorgt. Damit Bruno aber Champions League spielen kann, wurde er umgehend nach Salzburg verliehen. Dort wurde er als teuerster Einkauf in Austrias Liga-Geschchte gefeiert.
Schon einmal sorgte das Transfermodell "Leipzig kauft, Salzburg setzt ein" bei Jungstar Marcel Sabitzer (Rapid Wien) für Aufregung. Ihn wollte Rangnick für Salzburg verpflichten. Weil er eine Ausstiegsklausel für einen Wechsel ins Ausland besaß, nahm er den Umweg über Leipzig.
Was anderswo undenkbar ist, wird laut tz in der Fußball-Welt von Red Bull "Synergien" genannt. Die schätzt Rangnick sehr: "Wenn wir einen Spieler entdecken, dann geht es nur noch darum, dass ich entscheiden muss, ob es eher einer für Salzburg oder für Leipzig ist". Was die Zukunft betrifft: In der Sachsen-Metropole hält man die deutsche Meisterschaft lediglich für eine Frage der Zeit!