Schon damals im April 2014, als er TiB-Gast beim damaligen Moderator Raimund Haser war, gab es öffentliche Mordaufrufe gegen ihn. Auch heute noch steht der Deutsch-Ägypter Hamed Abdel-Samad, der als einer der streitbarsten deutschen Islamkritiker gilt, im Fadenkreuz radikaler Islamisten, weshalb er auch unter Polizeischutz lebt. Anlässlich des Erscheinens seines neuen Buches "Der Koran - Botschaft der Liebe, Botschaft des Hasses" veröffentlichte Augsburger Allgemeine ein großes Interview mit ihm.
"Was hat Terror mit Religion zu tun?" lautet der Titel des Interviews. Abdel-Samads Antwort: "Das Ganze wäre nicht so gefährlich und bedrohlich für die gesamte Welt, wenn dahinter nicht eine Ideologie der Gewalt stehen würde. Solche Ideologie kommt leider aus dem Herzen des Islam. Parolen, wie das Ganze habe nichts mit Religion zu tun, helfen uns nicht. Im Gegenteil - sie schaden einer ehrlichen Debatte".
An anderer Stelle erklärt er, dass der Koran zu einem machtpolitischen Instrument werde, der Krieg zu einem Gottesdienst und Hass zur heiligen Mission erklärt. So sei "es das Höchste, was ein Muslim in seinem Leben erreichen kann, für die Sache Gottes zu sterben. Die Verklärung des Todes zu einem Märtyrerkult treibt Scharen von jungen Muslimen in den gewalttätigen Islamismus".