Die frühere DDR-Spitzenleichtathletin und Weltrekordlerin auf der kurzen Sprintdistanz Ines Geipel (TiB-Gast im Januar 2018) war kürzlich auch in der gleichnamigen ZDF-Talkshow bei Markus Lanz zu Gast. Die jetzt 58-jährige, als Professorin an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin Tätige brachte kürzlich ihr neues Buch "Umkämpfte Zone" auf den Markt. Über ihre darin erzählte schmerzhafte Familiengeschichte gab sie Deutschlandfunk Kultur ein umfassendes Interview, das auf der Homepage des Senders nachlesbar ist.
Das Buch erzählt von den Schweigegeboten nach dem Ende der NS-Zeit, der in der DDR üblichen Geschichtsklitterung und den politischen Umschreibungen nach der Herstellung der deutschen Einheit. Verdrängung und Verleugnung prägen die Gesellschaft bis ins Private hinein, bis in die eigene Familiengeschichte der Autorin.
Seit 2015 haben sich die politischen Koordinaten im Osten Deutschlands stark verändert. Was hat die breite Zustimmung zu Pegida, AfD und rechtsextremem Gedankengut möglich gemacht? Verdrängtes und Verleugnetes in der Familie korrespondiert mit dem kollektiven Gedächtnisver- lust. Die Spuren führen zu unserer nationalen Krise in Deutschland.