Vor Beginn der jetzt in Deutschland und Dänemark laufenden Hallenhandball-Weltmeisterschaft 2019 meldete sich auch "das Gesicht des deutschen Handballs" zu Wort. Heiner Brand (66), bei Bernd Dassel am 9. Februar 2009 im TiB zu Gast, wurde sowohl als Nationalspieler wie auch als Bundestrainer Weltmeister. AZ München machte ein Interview mit ihm und fragte gleich zu Beginn: "Was ist Ihnen präsenter, der WM-Titel als Spieler 1978 oder der als Trainer 2007?"
"Der als Spieler ist ja schon vierzig Jahre her! Natürlich ist 2007 präsenter, auch wenn die Empfindungen als Spieler wesentlich stärker sind, wenn man selbst im Gefecht ist. Aber 2007 war halt durch die Heim-WM eine außergewöhnliche Situation. Und dann diese Endrunde: die letzten Spiele in Köln, praktisch vor meiner Haustür! Köln ist ja auch eine Stadt, in der ich einen Teil meiner Freizeit verbringe".
Gefragt, wie er das derzeitige deutsche Team einschätzt, äußert Brand; "Wir sind unheimlich breit aufgestellt, so breit wie wahrscheinlich noch nie. Nur müssen die Spieler halt eine Einheit werden. Das waren sie bei der EM nicht. Da haben einzelne Leute ihr eigenes Süppchen gekocht und gedacht, ihre Ideen durchsetzen zu wollen. So was funktioniert nicht".
Auf die Frage, wen er bei dieser WM ganz vorne sieht, sagt Brand: "Einen absoluten Favoriten sehe ich nicht. Die Skandinavier Dänemark und Schweden werden sicher stark sein. Aber auch unsere Mannschaft kann vorne mit dabei sein". Mit dem 30:19 Auftaktsieg in der Berliner MB-Arena am Ostbahnhof gegen Korea ist der erste Schritt dazu getan. Heute Abend geht es gegen Brasilien.
Brasilien wurde souverän mit 34:21 abgefertigt. Am Montagabend wartet Russland auf die DHB-Auswahl.