Der durch seine außergewöhnlich markanten TRIGEMA-Werbespots (Wir werden auch in Zukunft nur in Deutschland produzieren und unsere 1200 Arbeitsplätze sichern) sehr bekannt gewordene Unternehmer Wolfgang Grupp (72) war bereits Anfang 2004 beim TiB mit Bernd Dassel zu Gast. Die damalige Veranstaltung trug den Titel "Kapitalist mit Herz. Wie Erfolg sogar im eigenen Land machbar ist".
Wie die HOHENZOLLERISCHE ZEITUNG der Ulmer SWP jetzt schreibt, "bürstet er mal wieder kräftig gegen den Strich", indem er behauptet, dass nicht die Russen, sondern die USA die Hauptschuld an der seit Monaten anbauernden Ukraine-Krise trügen. In seiner Kolumne "100 Prozent Grupp" in der WirtschaftsWoche wirft er dem Westen schwere Fehler in der Ukraine-Politik vor. An die deutsche Politik appelliert er, sich "nicht von Amerika am Gängelband herumführen (zu) lassen und zu einem guten, friedlichen Zusammenwirken mit Russland zurückzukehren".
Offene Kritik übt er auch am deutschen Medien-Mainstream und den Journalisten, die Misstrauen gegen den russischen Präsidenten Putin säen. So fordert er: "Die Hetze gegenüber Putin muss aufhören". Dieser habe nämlich "nicht agiert, sondern reagiert: auf schwere Fehler des Westens und auf die Tour der Amerikaner, die NATO an die Grenzen Russlands heranzuführen".