Der einst wegen seiner in der linken Klebe schlummernden Schusskraft als "Hitz the Hammer" apostrophierte heutige Vorstandschef des Stuttgarter VfB, Thomas Hitzlsperger, ist einer jener 15 bundesdeutschen Zeitgenossen, die am 1. Oktober das Bundesverdienstkreuz erhalten. Zum 30. Jahrestag des Tags der Deutschen Einheit wird Bundespräsident Steinmeier die Auserwählten im Berliner Schloss Bellevue mit dem Verdienstorden auszeichnen. So meldete es das Sortmagazin kicker.de
"Die sieben Frauen und acht Männer haben sich durch außerordentliche Leistungen verdient gemacht", heißt es in einer Mitteilung des Bundespräsidialamts. "Sie helfen, die Corona-Pandemie zu bewältigen, fördern das Zusammenwachsen zwischen Ost und West und tragen dazu bei, Vorurteile in unserer Gesellschaft abzubauen".
Der Thomas habe sich "bereits während seiner aktiven Laufbahn für Toleranz sowie für soziale und bildungspolitische Projekte engagiert. Durch sein öffentliches Coming-out 2014 (deswegen TiB-Gast von Bernd Dassel am 5. Mai) als erster ehemaliger deutscher Nationalspieler hat er das Thema "Homosexualität im Fußball und Sport" enttabuisiert und zu einer breiten Debatte über Diskriminierung im Sport beigetragen". Außerdem zeige sein großes ehrenamtliches Engagement, wie wichtig der Abbau von Vorurteilen für ein gelingendes Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft ist.