Der bayerische Vorsitzende der Freien Wähler Hubert Aiwanger kam kürzlich ganz gehörig in die Schusslinie scharf schießender Kritiker. Aus den Reihen der Grünen wurde Ministerpräsident Söder sogar aufgefordert, Aiwanger zu entlassen. Er hatte nämlich während einer Demonstration in Erding gegen das geplante Gebäudeenergiegesetz der Bundesregierung gefordert, die schweigende große Mehrheit im Land müsse sich endlich wieder die Demokratie zurückholen. Wegen dieses Satzes wurde Aiwanger vorgeworfen, er treibe damit die Spaltung der Gesellschaft voran und bediene sich dazu rechtsextremer Methoden. Damit würde er nur die Demokratie schwächen.
Unser TiB-Gast von Februar 2011, der als langjähriger Fernsehrichter bekannt gewordene Kemptener Alexander Hold (61), sprang seinem Parteivorsitzenden helfend zur Seite. Diese "Entrüstung" nennt der Vizepräsident des Bayerischen Landtags konstruiert und inszeniert, vermeldet die Allgäuer Zeitung. "Demokratie zurückholen" sei in dem Sinne gemeint gewesen, "auf die Mehrheit der Bürger zu hören, mehr Demokratie im ursprünglichen Sinn zu betreiben und eben nicht an der Mehrheit vorbei zu regieren". Aus Holds Sicht habe sich Aiwanger durch seine Rede sogar eindeutig von der AfD abgegrenzt.