Was macht eigentlich Maria Walliser? Mit dieser Frage als Titel erschien neulich im Schweizer Internetportal bluewin.ch ein Beitrag über die frühere Weltklasse- und Vorzeige-Skirennläuferin, die im April 2015 bei Raimund Haser im TiB zu Gast war und dort nach 27 Jahren erstmals wieder auf ihre einstige deutsche Konkurrentin in der Damenabfahrt, Karin Dedler aus Dietmannsried bei Kempten, traf. Nach dem Rücktritt der Strahlefrau im eidgenössischen alpinen Skizirkus stellte das Schicksal Walliser vor eine größere Prüfung: Töchterchen Siri kam 1991 mit Spinabifida, einem so genannten "offenen Rücken" zur Welt. Heute meistert die inzwischen 24-jährige Jurastudentin das Leben im Rollstuhl weitgehend selbständig.
Als Folge der Erkrankung ihrer Tochter engagierte sich Walliser in der Prävention und versucht als Ratspräsidentin für die Stiftung Folsäure Offensive Schweiz (FOS) Geld für die Organisation aufzutreiben. Denn, so die ehemalige "Gold-Marie": "Wer rechtzeitig genug Folsäure zu sich nimmt, verkleinert das Risiko, dass ein Kind mit offenem Rücken zur Welt kommt".
Die jetzt 52-Jährige hält den Kontakt zum Skisport aufrecht. Sie gehört dem Verwaltungsrat eines Ausrüsters bei Swiss Ski an und war auch Koordinatorin eines Nachwuchsteams. Aktuell versteht sie sich selbst als "vollamtliche Familien-Managerin". Ihre zweite Tochter Noemi ist in Mamas Fußstapfen getreten und fährt Rennen. Diverse Europacup-Einsätze hat die 19-Jährige schon hinter sich gebracht.