Der Parteichef der satirischen Spaßpartei "Die PARTEI" und neuerdings auch Europa-Abgeordnete Martin Sonneborn, der sich 2009 als TiB-Gast von Bernd Dassel als Mauerwiedererrichtungsaktivist geoutet hat, hat neulich in einem Interview von AUGSBURGER ALLGEMEINE die Europäische Union verteidigt: "Die EU ist lustiger als ihr Ruf". Er vergleicht die Situationen im Plenum mit denen in der Schule früher: "Ich bin zum ersten Mal nicht der Verhaltensauffälligste in meiner Umgebung. Ich sitze da unter den ganzen Rechtsradikalen und dem ganzen Abschaum aus irgendwelchen nationalistischen Parteien. Es geht darum, wer den lustigsten Zwischenruf macht".
Gefragt, wie die etablierten Abgeordneten auf ihn reagieren würden, diese Antwort Sonneborns: "Nach zwei Bier werde ich gemocht". Jüngere Abgeordnete oder Praktikanten etablierter Politgrößen würden sogar vorbeikommen, um sich Autogramme abzuholen. Dabei würden sie ihm auch erzählen, was in ihren Büros so alles abläuft.
In seiner Eigenschaft als Mitglied der "Delegation für die Beziehungen zur koreanischen Halbinsel" verriet der frühere Titanic-Chef sein besonderes Interesse an Nordkorea, wohin er gerne reisen möchte. Da sie von den USA irreparabel beschädigt worden sei, andererseits man heute keine wirklichen Entscheidungen mehr treffen könne, halte er die Demokratie für ein Auslaufmodell. Deswegen "glaube ich, dass wir von Nordkorea und Kim Jon Ung viel lernen können".