Im Mai 2011 war der oft "Euro-Vater" genannte frühere Bundesfinanzfinister Theo Waigel TiB-Gast von Bernd Dassel in der Festhalle. Die Allgäuer Zeitung informierte auf ihrer Homepage www.all-in.de darüber, dass der jetzt 76-jährige Waigel beim Neujahrsempfang in Marktoberdorf Klartext gesprochen und die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin heftig kritisiert hat. "Wenn Plan A nicht funktioniert, sollte man einen Plan B haben", sagte der in Seeg/Kreis Ostallgäu lebende CSU-Mann vor 250 geladenen Gästen.
Weniger Tage zuvor berichtete Merkur.de unter dem Titel "Theo Waigel beschwört die Kanzlerin: Wir brauchen einen Plan B" davon, dass Waigel in einem offenen Brief Merkel aufforderte, von "Wir schaffen das" zu einem Plan B umzuschwenken.
Zur Zeit der Herstellung der deutschen Einheit saß Waigel zusammen mit Merkel im Kabinett von Altkanzler Kohl. Wie damals stehe Deutschland heute wieder vor einer historischen Aufgabe. Der Kanzlerin wirft er vor, dass sie bis heute kein "parlamentarisch politisches Regierungsprogramm" vorgelegt habe, wie sie ihr "Wir schaffen das"-Versprechen einlösen will.