26. Dezember 2015

Warnung vor Hass und Gewalt

Als Joachim Gauck (75) im März 2011 beim TiB mit Bernd Dassel in der Festhalle zu Gast war, war er noch nicht zum 11. Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Am gestrigen 1. Weihnachtsfeiertag wurde seine bislang vierte Weihnachtsansprache ausgestrahlt, in der er vor Hass und Gewalt in der Flüchtlingskrise warnt, zugleich den Weg des offenen Meinungsstreits anmahnt.

Gauck wörtlich: "Brandstiftung und Angriffe auf wehrlose Menschen verdienen unsere Verachtung und verdienen Bestrafung". Eine offen geführte Debatte sei aber notwendig, um Lösungen zu finden, die langfristig Bestand haben und von einer Mehrheit getragen werden. "Der Meinungsstreit ist keine Störung des Zusammenlebens, sondern Teil der Demokratie", betonte das Staatsoberhaupt in seiner Fernsehansprache im Berliner Schloss Bellevue.

Gauck zeigte sich sicher, dass Deutschland die Flüchtlingskrise meistern werde. "Wir haben gezeigt, was in uns steckt - an gutem Willen und an Professionalität, aber auch an Improvisationskunst". Wie FOCUSONLINE dazu anmerkt, äußerte sich Gauck weder konkret zum Streit über Obergrenzen noch über die Grenze der Belastbarkeit angesichts von mehr als einer Million Flüchtlingen im jetzt fast abgelaufenen Jahr 2015.