Von Sohn Martin Sonneborn (TiB-Gast September 2009) ins Spiel gebracht, nominierte die Piraten-Partei als fünften Kandidaten für die Wahl zum Bundespräsidenten den Sonneborn-Vater Engelbert (79). Während der Sohn nur mit drei Stimmen, darunter seine eigene, für den Vater rechnete, brachte es der Senior tatsächlich auf beachtliche zehn Stimmen. Für seine Verhältnisse ein respektabler Achtungserfolg.
Mit warmen Worten stellte der fraktionslose EU-Parlamentarier und Vorsitzende der satirischen Spaßpartei Die PARTEI seinen Vater der Öffentlichkeit vor: "Er ist ein Mann von Manieren und großer Höflichkeit", der schon deshalb für das ranghöchste Staatsamt prädestiniert sei, weil er auch einen dunklen Anzug besitze. Und trotz seiner konservativen Grundüberzeugung könne er sogar mit der Merkel ganz gut. Schließlich würde er mit jetzt 79 dem Staat nicht solange auf der Tasche liegen wie der Steinmeier (61).
Martin Sonneborn selbst war einer der Wahlmänner in der Bundesversammlung. Entsandt wurde er von den Piraten im nordrhein-westfälischen Landtag. Patrick Schiffer, Vorsitzender der Piratenpartei, sagte: "Engelbert Sonneborn ist ein Symbol für das Vorschlagsrecht der Bundesversammlung".