31. Oktober 2018

"Wobo" für Merz

Der jetzt 66-jährige frühere CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach, den Bernd Dassel im Januar 2014 zum TiB nach Leutkirch holte, hat in der jetzt entbrannten Debatte über die Merkel-Nachfolge als Parteivorsitzende seine noch immer gewichtige Stimme erhoben und mit Nachdruck für Friedrich Merz plädiert. "Dasist ein politisches Schwergewicht mit einer enormen Erfahrung. Er ist ein glänzender Redner, der der Partei wieder Optimismus mit auf den Weg geben kann", sagte Bosbach der Deutschen Presse-Agentur in Köln.

Wichtig sei dabei, dass nach außen nicht der Eindruck entstehe, dass es Kämpfe in der Union gebe. "In diesem Moment kommt es darauf an, dass wir den Übergang betont sachlich organisieren", wird "Wobo" in der WeLT zitiert.

CDU-Chefin Merkel hatte nach den herben Wahlniederlagen der CSU in Bayern und der CDU in Hessen jetzt ihre Bereitschaft erklärt, beim Hamburger Parteitag Anfang Dezember nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren. Bosbach, von diesem Schritt kaum überrascht, sagte dazu: "Es muss jetzt etwas geschehen. Der alte Satz 'Man gewöhnt sich an alles' - der hat sich bei mir bei Wahlniederlagen noch nie bewahrheitet".