16. Januar 2015

"Wobo" kritisiert Kanzlerin

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Innenausschusses "Wobo" Wolfgang Bosbach (62) verdankt seinen guten Ruf den Tugenden, klare Kante zu zeigen und, wenn immer nötig, Tacheles zu reden. Bei seinem TiB-Auftritt vor einem Jahr in der Mensa lieferte er auch in Leutkirch eindrucksvolle Kostproben.

Jetzt hat er zusammen mit anderen Unionskonservativen (Friedrich, Bareiß) sogar die Bundeskanzlerin wegen ihrer Äußerung zum Islam kritisiert. Angela Merkel hatte nach den islamistischen Terroranschlägen in Paris vor einer pauschalen Verurteilung der vier Millionen in Deutschland lebenden Muslime gewarnt und behauptet, dass der Islam zu Deutschland gehöre.

Der Saarbrücker Zeitung sagte Bosbach, dass er Merkels Auffassung in dieser Pauschalität nicht teile. Er fragt sich: "Welcher Islam ist gemeint? Gilt das auch für seine islamistischen und salafistischen Strömungen?" Auch die Scharia gehöre ganz gewiss nicht zu Deutschland, betonte Bosbach mit Nachdruck.

Auch die "Alternative für Deutschland" schaltete sich in die Debatte ein. AfD-Chef Bernd Lucke: "Wenn man ehrlich ist, muss man zumindest sagen: Der Islam ist Deutschland fremd".