20. April 2020

Würth wird 85

Am heutigen 20. April wird "Schraubenkönig" Reinhold Würth, ein Unternehmer mit Dynamik und Leidenschaft, 85 Jahre alt. Dazu sagt Bernd Dassels TiB-Gast von April 2007: "Ich habe theoretisch noch die volle Macht im Konzern in meiner Hand". Als 19 Jahre junger Jugendlicher übernahm er 1954 nach dem frühen Tod des Vaters das Unternehmen, wurde dadurch zum Ernährer der Familie. Ausgehend von den Aufbaujahren der Nachkriegszeit entwickelte er aus dem damaligen Zweimannbetrieb einen weltweit tätigen Handelskonzern. Mit über 400 Gesellschaften ist das Familienunternehmen heute in über 80 Ländern der Erde mit global 78.000 Mitarbeitern vertreten. Das Magazin ELEKTRONIKPRAXIS spricht von einer "beispielhaften Erfolgsgeschichte in der internationalen Unternehmerlandschaft".

 

Inzwischen hat sich Reinhold Würth längst aus dem operativen Bereich des gleichnamigen Konzerns zurückgezogen. Doch das Wort des alten Visionärs, der heute seinen 85. feiert, hat noch immer viel Gewicht in der Firmenzentrale des "Schrauben-Imperiums" im hohenlohischen Kümzelsau.

 

Im hohen Alter ist der vielfache Milliardär so breit aufgestellt wie selten zuvor in seinem Leben. Er betreibt Hotels und Spitzenrestaurants, hat eine einzigartige Kunstsammlung von mehr als 18.000 Werken angehäuft, reist in der Welt umher, verwaltet seinen Reichtum. Würth gilt als einer der reichsten Deutschen überhaupt, taucht regelmäßig im "Forbes"-Milliardärsranking auf und wacht quasi nebenher natürlich noch immer über die Entwicklung seines Konzerns. Nach wie vor hält er Reden vor seinen Mitarbeitern, macht seinen Außendienstlern Dampf unter dem Allerwertesten, mischt sich ein. Noch immer ist die Firma sein Baby. Mag Würth in einigen Punkten auch etwas altersmilde geworden sein, so ist er mit Blick auf die Geschäftsentwicklung nach wie vor ganz der Alte. Was er sehen will, ist Wachstum, denn wenn eine Firma nicht mehr wachse, so seine Überzeugung, dann kriege sie ganz schnell Probleme.