22. September 2016

Wutbürger zurückgewinnen

Was vor wenigen Wochen vielfach als ein Witz aufgefasst wurde, ist, wie sich inzwischen herausstellte, doch keiner, damit auch kein schlechter Witz, sondern eine feststehende Tatsache: Der Jurist, Kommunalpolitiker und Fernsehrichter Alexander Hold (54) aus Kempten (TiB-Gast 2011) wird von den Freien Wählern in das Kandidatenrennen für das Amt des Bundespräsidenten Joachim Gauck (TiB-Gast 2011) geschickt. Am 12. Februar 2017 wählt die Bundesversammlung in Berlin Gaucks Nachfolger.

Nach eigenem Bekunden ist Holds Topthema die Wiederherstellung des Vertrauens in die Politik: "Ich möchte das Vertrauen in die Stärke unserer Demokratie und unseres Rechtsstaats zurückgewinnen". Denn es sei bemerkenswert, dass eine große Mehrheit Vertrauen in die Kommunalpolitik hat, oftmals jedoch nicht zu ihren Volksvertretern auf Landes- und auf Bundesebene. "Wir Freien Wähler wollen die Wutbürger wieder für sachorientierte Politik zurückgewinnen".

Hubert Aiwanger, FW-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, bedankte sich bei Hold für dessen Bereitschaft zur Kandidatur. Er zeigte sich überzeugt, dass Hold ein hervorragender und beim Volk beliebter Kandidat sei. Er genieße über Parteigrenzen hinweg einen ausgezeichneten Ruf.

In der heutigen Ausgabe der Allgäuer Zeitung ist jedoch zu lesen, dass die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) als Geheimfavoritin gehandelt wird.