04. September 2017

Zu viele Sturzgeburten

Mit dieser Äußerung begründete der erfolgreiche Wahlkampfmanager Frank Stauss (TiB-Gast im März 2016), warum er sich dieses Jahr ganz aus dem Wahlkampf zur Wahl des Deutschen Bundestags am 24. September heraushält. Bereits zu Schröders Zeiten hatte Stauss den Altkanzler nach besten Kräften in dessen Wahlkampf gegen Merkel unterstützt.

Schon jetztes Jahr habe er für heuer abgesagt, sagte Stauss in der Sendung "Klamroths Konter". Stauss wörtlich: "Ich halte überhaupt nichts von Ad-hoc-Wechseln in der Politik. Die SPD hat ja dreimal in den letzten drei Wahlen Sturzgeburten bei der Kanzlerkan- didatur hingelegt und es hat sich immer wieder gerächt.

Laut n-tv besprach Stauss auch, was Politiker richtig und vor allem falsch machen können. Als Beispiele nannte er Peer Steinbrück, dessen Mittelfinger "übertrieben" gewesen sei. In ihrer Summe hätten solche kleinen Fehler den Wahlkampf aus dem Tritt kommen lassen. Für Klaus Wowereits Outing "Ich bin schwul - und das ist gut so", könne Stauss, der es selbst auch ist, selber nichts. Denn er sei erst ein paar Wochen danach engagiert worden.