29. November 2017

Zwei Mordstrümmer

Im Oktober 2016 war der Musikkabarettist, Musikprofessor und Mitbegründer von LaBrassBanda Andreas Martin Hofmeir aus Geisenfeld in der Holledau beim TiB erstmals im Bocksaal. Damals scheint es ihm so gut gefallen zu haben, dass er letzte Woche zum zweiten Mal an gleichem Ort und an gleicher Stelle auftrat. Abendkasse gab es keine, denn der "Bock" war mit 150 Besuchern restlos ausverkauft. Der Leutkircher Journalist Rolf Schneider berichtete in der SchwäZ über das literarische Konzert des blechblasenden und aus seinem Buch lesenden urbaye- rischen Musikkabarettisten.

Wie Schneider schreibt, spielt das "Mordstrumm Mannsbild" nicht nur mit einem "Mordstrumm Blasinstrument", sondern auch mit den Klischees. Der Tuba-Prof ist nämlich kein Humptata-Musikkaspar, sondern ein scharfsinniger wie feinfühliger Musikprofi am Salzburger Mozarteum und als solcher kein hinterwäldlerischer Provinzler, sondern ein weltgewandter Weitgereister. Der für den Gitarristen Schwager eingesprungene Akkordeonist Manfred Manhart assistierte ihm ganz vortrefflich.

Es gab viel Spaß und einen running Gag. Eine private Übernachtungsbleibe suchend, stellte der Oberbayer zunächst ganz schön knackige Ansprüche: "Blond und unter 26". Weil er damit nicht fündig wurde, schraubte er seine Anforderungen immer weiter herunter, bis auf 51. Was die Haarfarbe betrifft, bis auf "egal". Und was das Geschlecht betrifft, zur Gaudi des begeisterten Publikums auf: "auch egal"!