Weil der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) bei den bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Corona-Krise eine Mittelstandslücke sieht bzw. vor ihr warnt, wünscht sich dessen Präsident, der Berliner Unternehmer Eric Schweitzer (54), der im Mai 2015 im TiB zu Gast war, ein zweites Corona-Kreditpaket für die deutsche Wirtschaft. So meldet es die oberfränkische Tageszeitung Frankenpost aus Hof in ihrer Rubrik Corona Ticker.
Er begründet seine Forderung an die Bundesregierung damit, dass die Wirtschaft mittlerweile sehr viel stärker von der Pandemie betroffen sei als Mitte März, als der Bund sein erstes Corona-Paket beschlossen hatte. Der DIHK-Präsident dazu wörtlich: "Zudem nehmen mittlerweile die Kettenreaktionen in die Breite der Wirtschaft zu. Daher können wir jeden Tag neu messen, wie sich die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe verschlechtert".
Schweitzer fordert die Politik zu raschem Handeln auf: "Nach dem grünen Licht der EU-Kommission, Krisenkredite mit einer Staatsgarantie von 100 Prozent zu unterlegen und zinsfrei zu stellen, kann die Politik hierzulande die Ampeln auf grün stellen und die Mittelstandslücke im bisherigen Programm möglichst weitgehend schließen". Laut einer DIHK-Blitzumfrage sieht sich bundesweit fast jeder fünfte Betrieb von einer Pleite bedroht. "Darunter sind Zehntausende bislang kerngesunde mittelständische Unternehmen", sagte Schweitzer.