
Gründerin von „Heartkids“ Indien
und hat selbst Schreckliches erlebt
Judith Retz wuchs bei München als ältestes Kind in einer Großfamilie auf. Was idyllisch wirkte, wurde zu einem Desaster. Im Magazin der Süddeutschen Zeitung erschien dazu Anfang der 2000er Jahre eine Geschichte die für den Medienpreis der „Kindernothilfe“ nominiert war. Ein Wendepunkt im Leben von Judith Christina Retz wurde die Tsunami-Katastrophe von 2004. Die damals 23-jährige Studentin verlängerte ihre Reise nach Südindien um mehrere Jahre. Sie gründete Tiruvannamalai das Projekt „Heartkids“, das zunächst vor allem Schutz für Kinder anbot, deren Eltern durch die Katastrophe gestorben waren. Die Bildung von Mädchen und Frauen und ihr Schutz vor sexualisierter Gewalt sind heute das Hauptziel des Vereins. Viele hundert Menschen haben davon bis heute profitiert. Heute lebt Judith Retz mit drei Söhnen im Alter von zwölf, 17 und 19 Jahren in Freiburg. Von hier koordiniert sie die Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und das Fundraising von „Heartkids“. Über ihre Zeit in München, wie die Tsunami-Katastrophe ihr Leben veränderte, über ihre Arbeit Hilfe für Gewaltopfer und wie sie als Schulbegleiterin junge Menschen aus dem Autismus-Spektrum auf ihrem Weg zum Abitur begleitet, spricht Judith Retz bei diesem Talk im Bock mit Moderatorin Nina Poelchau. Bocksaal Leutkirch. Eintritt frei. Musik: Just Friends, Einlass 18.30 Uhr. Beginn 19.30 Uhr.